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Gedichte

Heinrich Heine

Gedichte

Heinrich Heine

Heinrich Heines lyrisches Werk vereint wie kaum ein anderes deutschsprachiges Œuvre romantische Gefühlstiefe mit scharfer, oft selbstironischer Distanz. Sein 1827 erschienenes „Buch der Lieder“, das Gedichtzyklen wie „Junge Leiden“, „Lyrisches Intermezzo“ und „Die Heimkehr“ versammelt, machte ihn europaweit berühmt und lieferte mit Versen wie „Du bist wie eine Blume“ oder „Ein Fichtenbaum steht einsam“ Texte, die bis heute zum Kanon der deutschen Liebeslyrik zählen. Charakteristisch für Heine ist der plötzliche, oft überraschende Bruch zwischen empfindsamer romantischer Stimmung und einer bewusst ernüchternden, ironischen Pointe – ein Stilmittel, mit dem er sich gleichzeitig in die romantische Tradition einschrieb und von ihr distanzierte. Spätere Gedichte, entstanden im Pariser Exil, wurden zunehmend politischer und gesellschaftskritischer. Zahlreiche seiner Gedichte wurden von bedeutenden Komponisten wie Franz Schubert, Robert Schumann und Felix Mendelssohn Bartholdy vertont und prägten die Tradition des deutschen Kunstlieds im 19. Jahrhundert maßgeblich mit.

A propos de l'auteur

Heinrich Heine (1797–1856) war einer der bedeutendsten deutschen Lyriker und zugleich ein scharfzüngiger politischer Publizist. Als Jude, Demokrat und Zeit seines Lebens Grenzgänger zwischen Deutschland und Frankreich, wo er seit 1831 im Pariser Exil lebte, verband er romantische Gefühlstiefe mit beißender Gesellschaftskritik – seine Bücher wurden von den Nationalsozialisten später verbrannt.

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