Kritik der Urteilskraft
Immanuel Kant
Kritik der Urteilskraft
Immanuel Kant
Immanuel Kants „Kritik der Urteilskraft“ von 1790 ist die dritte und letzte seiner großen „Kritiken“ und vervollständigt sein philosophisches System, indem sie eine Brücke zwischen theoretischer Erkenntnis („Kritik der reinen Vernunft“) und praktischer Moralphilosophie („Kritik der praktischen Vernunft“) schlägt. Im ersten, ästhetischen Teil untersucht Kant grundlegend, was es bedeutet, etwas als „schön“ zu empfinden: Anders als bei rein subjektivem Geschmacksurteil beansprucht das ästhetische Urteil laut Kant eine eigentümliche, nicht begrifflich begründbare Allgemeingültigkeit – ein „interesseloses Wohlgefallen“, das dennoch von anderen geteilt werden soll. Im zweiten, teleologischen Teil widmet sich Kant der Frage, wie zweckmäßig erscheinende Naturphänomene, etwa die perfekte Organisation lebender Organismen, philosophisch zu verstehen sind, ohne auf eine naive Vorstellung göttlicher Planung zurückzugreifen. Das Werk begründete wesentliche Grundlagen der modernen philosophischen Ästhetik und Kunstphilosophie und beeinflusste Denker von Schiller und Hegel bis in die Gegenwart nachhaltig.
A propos de l'auteur
Immanuel Kant (1724–1804) verbrachte fast sein gesamtes Leben in Königsberg und gilt als der einflussreichste Philosoph der Neuzeit. Mit seiner „Kritik der reinen Vernunft“ begründete er die kritische Philosophie und stellte grundlegende Fragen nach den Grenzen menschlicher Erkenntnis, Moral und Freiheit neu – ein Werk, das die gesamte nachfolgende Philosophie bis heute prägt.