Deutsche Sagen
Ernst Jaedicke
Deutsche Sagen
Ernst Jaedicke
Die von Ernst Jaedicke herausgegebene Sammlung „Deutsche Sagen“, erschienen in den 1920er-Jahren, vereint eine breite Auswahl deutscher Volkssagen aus verschiedenen Regionen und Themenbereichen: Legenden um Ritter und Burgen, Geschichten von verborgenen Schätzen und ihren Hütern, Erzählungen über Riesen, Zwerge, Wassermänner und andere Naturgeister sowie Sagen über ruhelose Seelen und Verwünschungen. Jaedicke griff dabei, wie damals bei Sagensammlungen üblich, auf ältere Quellen und Vorläufersammlungen zurück, darunter auch Material der Brüder Grimm, und stellte die Texte in thematisch geordneten Kapiteln für ein breites Lesepublikum zusammen. Solche kompilierten Sagensammlungen erfreuten sich im frühen 20. Jahrhundert großer Beliebtheit als volkstümliche, oft illustrierte Lesebücher für Familien und knüpften an das im 19. Jahrhundert erwachte romantische Interesse an regionaler Volksüberlieferung an. Die Sammlung dokumentiert damit sowohl die reiche mündliche Erzähltradition des deutschen Sprachraums als auch die anhaltende Popularität solcher Sagensammlungen bis weit ins 20. Jahrhundert hinein.
A propos de l'auteur
Über Ernst Jaedicke, den Herausgeber der Sammlung „Deutsche Sagen“ (erschienen in den 1920er Jahren), sind nur wenige biografische Details überliefert. Bekannt ist er vor allem als Kompilator, der zahlreiche deutsche Volkssagen – unter anderem aus älteren Sammlungen wie jener der Brüder Grimm – zu einem vielgelesenen Sammelband zusammenstellte.