Die Brüder Karamasow
Fjodor Dostojewski
Die Brüder Karamasow
Fjodor Dostojewski
„Die Brüder Karamasow“ gilt als Dostojewskis größter und tiefgründigster Roman und wurde erst kurz vor seinem Tod 1880 vollendet. Im Zentrum steht der brutale, lebenshungrige Vater Fjodor Karamasow und seine drei sehr unterschiedlichen Söhne: der leidenschaftliche, von Trieben getriebene Dmitri, der kühl-intellektuelle Atheist Iwan sowie der sanfte, tief religiöse Aljoscha, der in einem Kloster lebt. Als der Vater ermordet aufgefunden wird und der Verdacht auf Dmitri fällt, entfaltet der Roman weit über einen klassischen Kriminalfall hinaus eine umfassende philosophische und theologische Untersuchung der großen Fragen menschlicher Existenz: die Möglichkeit des freien Willens, die Vereinbarkeit von Gottes Güte mit dem Leiden der Welt – eindrücklich in Iwans berühmter „Großinquisitor“-Legende thematisiert –, sowie die Spannung zwischen Vernunft, Glaube und moralischer Verantwortung. Dostojewski verwebt Kriminalhandlung, Gerichtsdrama und philosophische Debatte zu einem der bedeutendsten Romane der Weltliteratur, der Autoren von Nietzsche bis Freud tief beeindruckte.
A propos de l'auteur
Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821–1881) war einer der bedeutendsten russischen Romanciers. Wegen politischer Umtriebe zum Tode verurteilt und in letzter Sekunde begnadigt, verbrachte er vier Jahre in sibirischer Verbannung. Seine Romane wie „Schuld und Sühne“ oder „Die Brüder Karamasow“ erforschen mit unerbittlicher psychologischer Schärfe Schuld, Glauben und die Abgründe der menschlichen Seele.