Duineser Elegien
Rainer Maria Rilke
Duineser Elegien
Rainer Maria Rilke
Rainer Maria Rilkes „Duineser Elegien“ zählen zu den bedeutendsten lyrischen Werken der deutschen Sprache. Der Zyklus aus zehn hymnischen Elegien entstand über einen Zeitraum von zehn Jahren – begonnen 1912 auf Schloss Duino bei Triest, wo Rilke die berühmten Anfangsverse in einem Moment plötzlicher dichterischer Eingebung empfangen haben soll, vollendet erst 1922 nach einer langen Schaffenskrise auf Schloss Muzot in der Schweiz. In dichter, oft schwer zu entschlüsselnder Bildsprache kreisen die Elegien um zentrale existenzielle Fragen: das Verhältnis des Menschen zum überwältigenden, fast unerträglich schönen Engel als Sinnbild einer höheren, dem Menschen unerreichbaren Vollkommenheit, die unaufhebbare Vergänglichkeit allen Seins, den Tod als integralen Bestandteil des Lebens sowie die Möglichkeit, gerade angesichts dieser Vergänglichkeit ein bejahendes, „verwandelndes“ Verhältnis zur Welt zu entwickeln. Die 1923 veröffentlichten „Duineser Elegien“ gelten als Höhepunkt von Rilkes lyrischem Schaffen und als eines der philosophisch dichtesten Gedichtwerke der Moderne.
A propos de l'auteur
Rainer Maria Rilke (1875–1926) wurde in Prag geboren und zählt zu den bedeutendsten Lyrikern deutscher Sprache. Ruhelos reiste er durch Europa – von Paris, wo er als Sekretär Rodins arbeitete, bis nach Russland und in die Schweiz. In den „Duineser Elegien“ verdichtete er existenzielle Fragen nach Tod, Engel und menschlicher Vergänglichkeit zu einer Sprache von seltener Musikalität.