Des Kaisers Marcus Aurelius Antonius Selbstbetrachtungen
Marcus Aurelius Antonius
Des Kaisers Marcus Aurelius Antonius Selbstbetrachtungen
Marcus Aurelius Antonius
Die „Selbstbetrachtungen“ des römischen Kaisers Marc Aurel gehören zu den eindrücklichsten philosophischen Texten der Antike. Während seiner anstrengenden Feldzüge an den Grenzen des Reiches, oft in unmittelbarer Nähe zum Schlachtfeld, notierte der Kaiser in griechischer Sprache private Gedanken, die nicht zur Veröffentlichung, sondern allein zur eigenen moralischen Selbstprüfung bestimmt waren. In kurzen, oft aphoristischen Reflexionen setzt sich Marc Aurel mit den Grundsätzen der stoischen Philosophie auseinander: der Vergänglichkeit alles Irdischen, der Pflicht zum tugendhaften Handeln unabhängig von äußeren Umständen, der Gelassenheit gegenüber Schicksalsschlägen und der Notwendigkeit, sich als Teil eines größeren kosmischen und gesellschaftlichen Ganzen zu begreifen. Gerade der Kontrast zwischen der immensen weltlichen Macht des Verfassers und der demütigen, selbstkritischen Haltung der Texte macht ihre besondere Wirkung aus. Die um 180 nach Christus entstandenen „Selbstbetrachtungen“ gelten bis heute als eines der zugänglichsten und meistgelesenen Werke stoischer Lebensphilosophie und finden gerade in der modernen Ratgeberliteratur neue Aufmerksamkeit.
A propos de l'auteur
Marc Aurel (121–180 n. Chr.) war römischer Kaiser und zugleich ein bedeutender stoischer Philosoph. Während seiner Feldzüge an den Grenzen des Reiches verfasste er in griechischer Sprache private Aufzeichnungen für sich selbst – die „Selbstbetrachtungen“ –, in denen er über Pflicht, Vergänglichkeit und inneren Gleichmut nachdenkt. Sie gelten als eines der eindrücklichsten Zeugnisse antiker Lebensphilosophie.