Göttliche Komödie
Dante Alighieri
Göttliche Komödie
Dante Alighieri
Dante Alighieris „Göttliche Komödie“ ist eines der bedeutendsten Werke der Weltliteratur und Gründungstext der italienischen Literatursprache. In der Nacht des Karfreitags 1300 begibt sich der Dichter, in der Mitte seines Lebens vom rechten Weg abgekommen, auf eine visionäre Jenseitsreise: Geführt vom römischen Dichter Vergil durchwandert er zunächst die neun Kreise der Hölle, in denen Sünder nach Art ihrer Vergehen bestraft werden, steigt anschließend den Läuterungsberg des Fegefeuers empor, wo reuige Seelen sich reinigen, und wird schließlich, nachdem Vergil ihn verlassen muss, von seiner idealisierten Jugendliebe Beatrice durch die neun Himmelssphären bis zur Anschauung Gottes selbst geleitet. Das in kunstvollen Terzinen verfasste Epos verbindet christliche Theologie, antike Mythologie, mittelalterliche Astronomie und scharfe politische Zeitkritik an den Machtkämpfen des zeitgenössischen Florenz und der Kirche zu einer umfassenden Weltvision. Um 1320 vollendet, kurz vor Dantes Tod im Exil, gilt das Werk als Höhepunkt mittelalterlicher Literatur und übte enormen Einfluss auf die gesamte europäische Kunst- und Geistesgeschichte aus.
A propos de l'auteur
Dante Alighieri (1265–1321) war ein florentinischer Dichter, Politiker und Philosoph, der nach seiner Verbannung aus Florenz nie in seine Heimatstadt zurückkehren durfte. Mit der „Göttlichen Komödie“, seiner Vision einer Reise durch Hölle, Fegefeuer und Paradies, schuf er das Gründungswerk der italienischen Literatursprache und eines der einflussreichsten Werke der Weltliteratur.