Kulturgeschichte des Altertums
Egon Friedell
Kulturgeschichte des Altertums
Egon Friedell
Egon Friedells „Kulturgeschichte des Altertums“ setzt das ambitionierte Projekt fort, das er mit seiner mehrbändigen „Kulturgeschichte der Neuzeit“ begonnen hatte: eine Geschichte der Menschheit nicht als bloße Abfolge von Herrschern und Schlachten, sondern als Geschichte von Ideen, Weltanschauungen und kulturellen Mentalitäten. Mit seinem charakteristisch geistreichen, oft ironisch-essayistischen Stil, der wissenschaftliche Genauigkeit mit erzählerischem Schwung verbindet, widmet sich Friedell den frühen Hochkulturen Ägyptens, Mesopotamiens und der klassischen Antike und zeichnet nach, wie sich Religion, Kunst, Wissenschaft und Alltagsleben in diesen Epochen zu einem jeweils eigenen kulturellen „Zeitgeist“ verdichteten. Das Werk blieb bei Friedells erzwungenem Freitod 1938 unvollendet und wurde erst postum aus dem Nachlass herausgegeben. Wie sein bekannteres Hauptwerk zeichnet sich die „Kulturgeschichte des Altertums“ durch die für Friedell typische Verbindung von enzyklopädischem Wissen, essayistischer Leichtigkeit und einem tief humanistischen, gegen jede Ideologie gerichteten Geist aus.
A propos de l'auteur
Egon Friedell (1878–1938) war Wiener Kulturphilosoph, Schauspieler, Kabarettist und glänzender Essayist. Mit seiner geistreichen, breit gebildeten „Kulturgeschichte der Neuzeit“ wurde er einem großen Publikum bekannt. Als die Nationalsozialisten 1938 nach dem „Anschluss“ Österreichs seine Wohnung stürmten, stürzte er sich aus dem Fenster, um seiner Verhaftung zuvorzukommen.