Römische Geschichte
Titus Livius
Römische Geschichte
Titus Livius
Titus Livius' „Römische Geschichte“ (lateinisch „Ab urbe condita“, „Seit Gründung der Stadt“) ist das umfangreichste erhaltene Geschichtswerk der römischen Antike. In ursprünglich 142 Büchern, von denen etwa ein Drittel vollständig überliefert ist, schildert Livius die Geschichte Roms von der legendären Gründung durch Romulus über die Königszeit, den Übergang zur Republik, die Punischen Kriege gegen Karthago bis in die eigene Zeit unter Kaiser Augustus. Livius verstand Geschichtsschreibung dabei explizit als moralisches Lehrstück: Anhand exemplarischer Gestalten wie des tugendhaften Feldherrn Cincinnatus oder der schicksalhaften Lucretia sollten Leser Tugenden wie Tapferkeit, Pflichtbewusstsein und Vaterlandsliebe erlernen, während der zunehmende Sittenverfall der späten Republik als Warnung diente. Verfasst unter Kaiser Augustus, der Roms Rückkehr zu traditionellen Werten propagierte, prägte das Werk das römische historische Selbstverständnis über Jahrhunderte und diente noch der Renaissance und Aufklärung als zentrale Quelle für das Bild der frühen römischen Geschichte.
A propos de l'auteur
Titus Livius (59 v. Chr.–17 n. Chr.) war ein römischer Geschichtsschreiber aus Padua, der unter Kaiser Augustus in Rom wirkte. Sein monumentales Geschichtswerk „Ab urbe condita“ (Römische Geschichte) schildert in ursprünglich 142 Büchern die Geschichte Roms von der sagenhaften Gründung bis in die eigene Gegenwart und prägte das römische Selbstverständnis über Jahrhunderte.