Der Abentheuerliche Simplicissimus Teutsch
Simplicius Simplicissimus
Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen
Der Abentheuerliche Simplicissimus Teutsch
Simplicius Simplicissimus
Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen
Grimmelshausens „Der abenteuerliche Simplicissimus Teutsch“ gilt als der erste bedeutende deutschsprachige Roman und als eindrücklichstes literarisches Zeugnis des Dreißigjährigen Krieges. Der Waisenjunge Simplicius wächst zunächst naiv und weltfremd bei einem Einsiedler im Wald auf, gerät jedoch schon bald in den Strudel des Krieges: Er wird zum Kesseljungen, zum Hofnarren, zum gefürchteten Soldaten und Plünderer, reist bis nach Paris und Moskau, erlebt Reichtum und tiefste Not und durchschaut zunehmend die Absurdität und Grausamkeit des Krieges und der menschlichen Gesellschaft. Nach zahlreichen Wendungen zieht sich Simplicius schließlich desillusioniert als Einsiedler zurück – wie sein Vater zu Beginn des Romans. Grimmelshausen verbindet in seinem im Umgangston der Barockliteratur verfassten Werk derben, oft komischen Schelmenroman mit religiöser Erbauungsliteratur und schonungsloser Kriegsdarstellung aus eigener Erfahrung. Der 1668 erschienene Roman gilt als Gründungswerk der deutschen Prosaliteratur und wichtige historische Quelle für das Leben im Dreißigjährigen Krieg.
A propos de l'auteur
Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen (1622–1676) erlebte als Junge die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges am eigenen Leib, bevor er Verwalter, Gastwirt und schließlich Schriftsteller wurde. Mit seinem Roman „Der abenteuerliche Simplicissimus“ schuf er das erste große Kunstwerk der deutschen Prosaliteratur – ein schonungsloses, oft derb-komisches Panorama von Krieg, Elend und Überlebenswillen.