Also sprach Zarathustra
Friedrich Nietzsche
Also sprach Zarathustra
Friedrich Nietzsche
„Also sprach Zarathustra“ ist Friedrich Nietzsches philosophisches Hauptwerk und zugleich ein literarisches Experiment von seltener sprachlicher Kraft. In Form eines an biblische Prophetenrede erinnernden Prosagedichts lässt Nietzsche den persischen Weisen Zarathustra nach zehn Jahren einsamer Meditation in den Bergen zu den Menschen herabsteigen, um ihnen seine radikale Philosophie zu verkünden. Zentral sind dabei drei große Gedanken: der „Tod Gottes“ als Diagnose des Verlusts traditioneller religiöser Gewissheiten, der „Übermensch“ als Ideal eines Menschen, der eigene Werte jenseits überkommener Moral schafft, sowie die Lehre von der „ewigen Wiederkunft des Gleichen“, wonach jeder Augenblick des Lebens sich unendlich oft wiederholen wird – ein radikaler Aufruf, das eigene Leben so zu gestalten, dass man diese Wiederkehr bejahen kann. In vier zwischen 1883 und 1885 veröffentlichten Teilen entfaltet Nietzsche seine Philosophie in Gleichnissen, Aphorismen und hymnischen Reden. Das Werk übte enormen Einfluss auf Literatur, Kunst und Philosophie des 20. Jahrhunderts aus, wurde jedoch später auch missbräuchlich vereinnahmt und fehlinterpretiert.
A propos de l'auteur
Friedrich Nietzsche (1844–1900) war Philologe und einer der einflussreichsten Philosophen der Moderne. Mit 24 Jahren jüngster Professor Basels, gab er das Amt aus gesundheitlichen Gründen bald auf und lebte fortan als ruheloser Wanderer zwischen europäischen Kurorten. Mit „Also sprach Zarathustra“ stellte er Moral, Religion und Wahrheit radikal infrage; 1889 erlitt er einen geistigen Zusammenbruch.