Bayrische Sagen
Alexander Schöppner
Bayrische Sagen
Alexander Schöppner
Alexander Schöppners „Sagenbuch der bayerischen Lande“, meist kurz „Bayrische Sagen“ genannt, ist die umfangreichste Sammlung bayerischer Volkssagen des 19. Jahrhunderts. In drei Bänden trug der Münchner Gymnasiallehrer zwischen 1852 und 1853 über 1000 mündlich überlieferte Legenden aus ganz Bayern zusammen: Geschichten über schlafende Kaiser wie Karl den Großen im Untersberg, geheimnisvolle Schatzhüter, die „Wilde Jagd“, Hexen, Zwerge und Wassergeister, aber auch lokale Sagen zu bestimmten Burgen, Kirchen und Naturphänomenen. Schöppner ordnete die Sagen geografisch nach Regionen und versah sie mit erläuternden Anmerkungen zu ihrer Herkunft und Verbreitung. Das Werk dokumentiert nicht nur den reichen Schatz bayerischer Volksüberlieferung, sondern auch die enge Verwobenheit von Landschaft, Geschichte und Aberglauben im vorindustriellen Alltag. Wie viele Sagensammlungen des 19. Jahrhunderts entstand das Werk im Zuge des romantisch geprägten Interesses an regionaler Volkskultur, das auch die Brüder Grimm und Ludwig Bechstein zu ihren Sammlungen inspiriert hatte.
A propos de l'auteur
Alexander Schöppner (1816–1866) war ein bayerischer Gymnasiallehrer und Sagenforscher. Mit seinem dreibändigen „Sagenbuch der bayerischen Lande“ schuf er die bis heute wichtigste und umfangreichste Sammlung bayerischer Volkssagen, die zahllose Legenden über Ritter, Geister und wundersame Orte vor dem Vergessen bewahrt hat.