Couverture du livre Irrungen, Wirrungen de Theodor Fontane

Irrungen, Wirrungen

Theodor Fontane

Irrungen, Wirrungen

Theodor Fontane

Theodor Fontanes Roman „Irrungen, Wirrungen“ erzählt die Liebesgeschichte zwischen dem jungen preußischen Adligen Botho von Rienäcker und der einfachen Bügelfrau Lene Nimptsch im Berlin der Gründerzeit. Ihre Beziehung ist von aufrichtiger Zuneigung geprägt, doch beide wissen von Anfang an, dass sie angesichts der starren Standesgrenzen der wilhelminischen Gesellschaft keine gemeinsame Zukunft haben werden: Botho ist aus wirtschaftlichen Gründen zu einer standesgemäßen Vernunftehe mit seiner Cousine Käthe bestimmt, während Lene später den ehrlichen Handwerker Gideon heiratet. Fontane erzählt diese unaufgeregte, fast alltägliche Tragödie ohne große dramatische Zuspitzung, sondern mit leiser, präziser Beobachtungsgabe und milder Ironie, die gerade dadurch die erdrückende Macht gesellschaftlicher Konventionen umso eindringlicher spürbar macht. Der 1888 erschienene Roman gehört zu den zentralen Werken des Berliner Gesellschaftsromans und thematisiert exemplarisch das im 19. Jahrhundert weitverbreitete Muster der „Standesehe“, bei der Liebe den ökonomischen und sozialen Zwängen der Klassengesellschaft geopfert wird.

A propos de l'auteur

Theodor Fontane (1819–1898) war Apotheker, Journalist und wurde erst spät zum Romancier – gilt heute aber als Begründer des deutschen Gesellschaftsromans. In Werken wie „Effi Briest“ seziert er mit feiner Ironie die Zwänge der preußischen Gesellschaft, insbesondere die Stellung der Frau, und wurde damit zum wichtigsten Vorbild des deutschen literarischen Realismus.

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