Couverture du livre Jugend ohne Gott de Ödön von Horváth

Jugend ohne Gott

Ödön von Horváth

Jugend ohne Gott

Ödön von Horváth

Ödön von Horváths Roman „Jugend ohne Gott“, 1937 im Exil verfasst, ist eine eindringliche Analyse der moralischen Verwahrlosung unter dem Einfluss der nationalsozialistischen Ideologie. Ein namenloser Gymnasiallehrer unterrichtet eine Klasse Jugendlicher, die zunehmend von Hass, Gehorsam und einer entmenschlichenden „Rasse“-Ideologie geprägt sind. Während eines Wehrsportlagers wird ein Schüler ermordet; als der Lehrer entdeckt, dass ein Schüler-Tagebuch entscheidende Hinweise auf den wahren Täter enthält, gerät er in einen Gewissenskonflikt zwischen Anpassung, Angst und moralischer Verantwortung. Horváth zeichnet mit nüchternem, fast reportagehaftem Stil das Bild einer Gesellschaft, in der Denunziation, Konformitätsdruck und die Verrohung der Jugend zur neuen Normalität werden. Der Roman, der noch vor Kriegsbeginn im Schweizer Exil erschien und in Deutschland sofort verboten wurde, gilt als eines der eindringlichsten literarischen Warnzeugnisse gegen die Verführbarkeit junger Menschen durch totalitäre Ideologien.

A propos de l'auteur

Ödön von Horváth (1901–1938) war ein deutschsprachiger Dramatiker und Erzähler ungarisch-österreichischer Herkunft, der die schleichende Verrohung der Gesellschaft im Vorfeld des Nationalsozialismus mit unbestechlichem Blick porträtierte. Seine Werke wie „Jugend ohne Gott“ wurden von den Nazis verboten; im Pariser Exil starb er 1938 durch einen herabstürzenden Ast auf den Champs-Élysées.

Prix conseillé

4.99 €